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reviews "comedown" 2007 DAWN RADIO Nein! "Desert Sun" enttäuschen den Hörer keineswegs und liefern knappe 50 Minuten feinen und erdigen Wstenrock ab. Fans von Kyuss, Queen Of The Stone Age oder Alice In Chains werden mit den 4 Wüstenrockern ihren Spass haben. Dennoch sind "Desert Sun" alles andere als ein bloßer Abklatsch. Ihre Songs sind Ideen- und variationsreich, ihr Sound eigenständig und komplex. Auf ihren Longplayer "ComeDown" sind sowohl ungewöhnliche Klänge von elektronischen Samples oder eine Sitar, als auch der tief verwurzelte "Wall Of Sound" zu hören. Eingängige Melodien treffen auf rotziges Nach-Vorne-Rocken. Meine Meinung: Die Band aus Franken liefern hier einen geilen Stoner Rock ab.
BLACK FORCES Wie der Name schon verrät, haben sich hier abermals Jünger der mächtigen KYUSS aufgemacht, das Erbe dieser unerreichten Band anzutreten. Und erstaunlicher Weise gelingt Ihnen das auch recht gut. Stimmlich und bei so mancher Melodie ist man den QUEENS OF THE STONE AGE zwar näher als den genannten KYUSS, was aber dem Zuspruch einer größeren Fangemeinde nur gut tun dürfte, denn KYUSS waren manchmal recht sperrig und somit bestimmt nicht jedem sofort zugänglich. Wie dem auch sei, DESERT SUN legen mit Comedown" ein ordentliches Stoner - Brett an den Tag, das trocken und knarzig aus den Boxen kriecht und somit genau den Nerv trifft, auf den es beim Wüstenrock ankommt. Neben den typischen Trademarks wird bei genauerem hinhören auch manchmal ein elektronischer Sample verarbeitet und was sich erst einmal ungewöhnlich anhört, passt aber im Endeffekt gut ins Gesamtbild. Bleibt mir nicht mehr viel zu sagen. Comedown" ist ein mehr als ordentliches Album einer der großen deutschen Stoner Rock Hoffnungen. Wer auf den Sound der Wüste steht, der muss hier unbedingt mal reinhören! (7/10)
UNDERDOG Nanu, wat
bekome ich so'n beklemmendes Gefühl? Sind das da
WITH LOVE, THE UNDERGROUND Die Sitarklänge zu Anfang des Albums und der Name DESERT SUN deuten an, dass man sich besser auf Wüste, Sand, KYUSS und QUEENS OF THE STONE AGE einstellen sollte. Zudem sind DESERT SUN keine Unbekannten mehr, waren sie doch schon auf einer Visions-Compilation und auf Mighty Desert Adventures, einem People Like You-Sampler, vertreten. Der titellose Opener schafft das passende Ambiente und der zweite Track "Fortified" ist leider noch recht schleppend, während "Cannelloni Ride" dann einen oder zwei Gänge hochschaltet und so meinen hohen Erwartungen voll und ganz gerecht wird. Atmosphärische Interludes sorgen für psychedelische Elemente und "The End" fällt durch einen unerbittlichen Groove und die typischen Stoner-Leadgitarren auf. Gesanglich eine gute Mischung aus Jim Morrison, Layne Staley, Glen Danzig und Jerry Cantrell, welche die vier Süddeutschen da bieten. Kritik an diesem Album werde ich mir verkneifen, denn für Fans des Genres scheint mir "Comedown" essentiell. Thomas Eberhardt (7,5)
STALKER Desert Sun, da klingt der Name doch schon so verdächtig... und richtig, das Quartett aus Deutschland hat sich dem Stoner Rock verschrieben. Gottlob verlieren sie sich nicht in psychedelischen Trips oder minutenlangen Feedback-Orgien, sondern schreiben richtige Songs. Und gute noch dazu... Ein wenig Ethno, Klänge einer Sitar mischen sich da mit Hau-Drauf Rock - also eher mit dem Stoner Metal skandinavischer Machart (The Quill, Spiritual Beggars) als den US-Ahnen zu vergleichen. Groovige Songs (You Lose") finden sich hier genauso wie hypnoptische Tracks (Once", Uneasy"). Ich vermute mal, dass diese CD nicht nur die Freunde des Genres anspricht. Wenn der Sänger nur nicht diesen Ozzy-Faktor in der Stimme hätte, wäre meine Bewertung sogar noch höher ausgefallen... (7,5/10)
FLAMING YOUTH Der Bandname hält was er verspricht: Wüsten Rock. Damit sind natürlich auch die Einflüsse klar definiert: IOMMI und HOMME. Doch der erste Song überrascht bereits im Refrain mit einer 80s-angelehnten Melodie. DESERT SUN treten mächtig aufs Gaspedal und heizen den Highway runter. Keine ordentliche Stoner-Band kann und will den KYUSS-Einfluß verheimlichen. Trockener und treibender amtlicher Desert-Rock ohne Aussetzer, you get what you you see. (4,5/7)
POWERMETAL Der Stoner Rock kommt langsam, aber gewaltig. Noch hat er kein allzu großes Publikum erreicht, aber immer mehr Bands mit Wüstensound sprießen auch hierzulande aus dem Boden. DESERT SUN stellen nun ihr erstes Album "Comedown" vor, nachdem sie 2001 schon eine EP veröffentlicht haben. Dabei präsentieren sich die vier Jungs aber nicht als bierernste Stoner-Puristen, sondern "Comedown" ist eine interessante Mischung auf Basis des Wüstenrocks, der aber auch anderen Rockfans zusagen dürfte. Ein namenloses Intro mit der unvermeidlichen Sitar macht den Anfang. Dann folgen mit 'Fortified' und 'Cannelloni Ride' zwei Stücke, die zwar den typischen staubig-verzerrten Sound haben, aber auch zügig nach vorne gehen. Mit 'The End' gibt es erstmals den charakteristischen Lavastrom (im Fußball nennt man das kontrollierte Offensive). Damit haben DESERT SUN einen guten Sinn für Dramaturgie bewiesen, denn erst allmählich baut sich nun die hypnotische Stimmung auf. 'Once' nimmt etwas das Tempo raus, entpuppt sich dann aber im Gespann mit 'Mud' als besonders eindringlich in seiner Zähflüssigkeit. Das basslastige 'The Line' und 'Uneasy' rocken wieder etwas direkter. Schließlich beendet das über achtminütige Titelstück die Vorstellung, das in bester Stonermanier seine Klangspiralen ausbreitet, bis der Sand aus den Boxen rieselt. Mit ihrem Albumdebüt haben DESERT SUN eine ziemlich gute Portion Wüstenmucke hingelegt und dem Ganzen einen eigenen Stempel aufgedrückt. Nicht nur für die Szene antestenswert. Anspieltipps: Fortified, The End, Comedown
ALLSCHOOLS Falls sich in letzter Zeit jemand nicht bedient genug an Stoner-Rock gefühlt hat, oder diese leise Stimme im Kopf hört, die immer darüber meckert, dass QOTSA mit ihren aktuellen Veröffentlichungen zu poppig sind, oder zu vertrackt, oder nicht laut genug, der hat entweder ein wahres Problem mit Schizophrenie, oder aber DESERT SUNs neues Album Come Down" nötig. Die 4 vom Wüsten Rock begeisterten Jungs aus Fürth haben KYUSS eingehend studiert und sind anscheinend zu dem Schluss gekommen, es sei die beste Idee ihren Jugendidolen nachzueifern, indem man kultisch ihre Vermächtnis weiterleben lässt in dicken Gitarrenwänden, hämmernden Riffs und hallendem Gesang, der so auch in einem Canyon hätte aufgenommen werden können. Come Down" ist schon das zweite Album und die Linie wird konsequent fortgesetzt, auf verrückte" Spielereien, Funk und Pop im QOTSA Stil wird verzichtet, EAGLES OF DEATH METAL Brachial Humor wird auch zuhause gelassen, stattdessen dann eben KYUSS, KYUSS, KYUSS und, oha, ein wenig FOO FIGHTERS in extrem laut und druckvoll. Zwar will man auch einige neue Elemente integrieren, eine Sitar und Samples etwa, aber die fallen nicht auf, einmal als Pflicht-Idee abgehakt wird weiter gemacht, wie gehabt: Naturgewalt-artige Gitarrenwänden und langsam hämmernde Beats. DESERT SUN machen ihre Sache keinesfalls falsch, und wer sich immer noch Wretch" und Welcome To Sky Valley" täglich gibt, wird sich über eine Abwechslung" freuen, ansonsten aber wird zu programmatisch an den Vorbildern festgehalten.
MUSIK AN SICH Bei diesem Bandnamen und dem Cover der CD kommt einem sofort folgender Gedanke: Nicht noch eine Stoner-Band! Und dieser Aufschrei ist in einem Genre, welches sich in ziemlich eng gesteckten Grenzen bewegt und in den letzten Jahren nicht gerade mit innovativen Acts glänzte durchaus angebracht. Besonders da der Stoner Rock momentan so etwas wie seinen zweiten Frühling erlebt und zahlreiche (überflüssige) Alben auf den Markt geworfen werden. Und auch die süddeutschen Desert Sun erfinden das Rad nicht neu, aber (und jetzt das große Aber) tun das was sie tun wirklich sehr gut und bringen den Fuß mit ihrem Album Comedown durchgehend zum mitwippen. Vergleiche zu den beiden großen Bands von Josh Homme kommen erwartungsgemäß auf, doch setzen Desert Sun mehr auf Rockattitüde anstatt auf übertriebene Kifferromantik. Comedown drückt nach einem kurzen Intro unbarmherzig aus den Boxen, was die nächsten 50 Minuten auch so bleibt. Hier knirscht und kratzt es, während sich die Riffwalze ihren Weg durch die Gehörgänze bahnt. Wo Kyuss manchmal etwas sperrig waren oder die Queens of the Stone Age etwas versponnen wirken, setzen Desert Sun auf Eingängigkeit mit staubtrockenem Arschtrittfaktor, jedoch ohne ein gewisses Maß an Komplexität vermissen zu lassen. Um den eigenen Sound auch ein wenig abwechslungsreicher und interessanter zu gestalten, scheut sich die Band nicht auch mal Sitarklänge oder elektronische Spielereien in die einzelnen Songs einzubauen, was die Chose etwas aufpeppt. Einzelne Songs herauszuheben ist nicht unbedingt notwendig, denn alle Stücke bewegen sich auf einem recht gleich bleibenden Niveau, auch wenn mancher sich ein wenig mehr Abwechslungsreichtum wünschen würde. Aber schließlich haben wir es hier mit einem Stoner Rock-Album zu tun. Dazu noch mit einem ziemlich guten. Wenn der Promoter von einer der besten deutschen Bands in diesem Bereich spricht, kann man gar nicht widersprechen und nur zustimmend mit dem Kopf nicken. Genrefreunde (insbesondere solche die mit dem letzten QOTSA-Album nicht warm werden konnten) sollten unbedingt in Comedown" reinhören, denn ansonsten könnten sie etwas verpassen. (15/20)
IN YOUR FACE Vom Klimawandel und der globalen Erwärmung haben wir ja mittlerweile alle schonmal was gehört. Aber das sich die Wüste schon bis nach Fürth ausgedehnt hat, war mir bis zu diesem Release von DESERT SUN neu. Muss aber wohl so sein, denn das Quartett spielt auf "Comedown" einen Wüstenrocksong nach dem anderen runter. Innovationen? Fehlanzeige! Stattdessen schafft man es, eine nahezu perfekte Kopie von QUEENS OF THE STONE AGE oder KYUSS hinzulegen. Da helfen auch die Sitar-Einlagen im Intro und ersten Song nicht sonderlich weiter. "Comedown" hätte eigentlich das Potenzial zu einer tollen Platte: Es ist gut produziert, abwechslungsreich und die Melodien gehen nach einigen Hördurchläufen ins Ohr. Aber es ist eben kein Original sondern nur ein Plagiat. Manch einer mag jetzt sagen "Gut geklaut ist besser, als schlecht selbst gemacht", aber diesen Standpunkt vertrete ich einfach nicht. Freunde des Stonerrocks können hier mal einen kleinen Lauschangriff auf Fürth wagen, wenn sie noch nicht genug Sand in ihrer Anlage und im Plattenregal haben. Allen anderen empfehle ich, lieber zu den Originalen zu greifen. (4/10)
HELLDRIVER Nach einer ersten EP im Jahre 2001 reichen die Fürther jetzt also den Longplayer nach. Mit der EP ernteten sie einiges an Erfolg und positiven Reviews, ein Song landete gar auf dem "All Areas"-Sampler der Visions, laut Info wurden sogar CDs bis nach Australien verkauft und man spielte gar im Vorprogramm von Dozer (und die sind ja das Paradebeispiel, wie man dem Genre tatsächlich noch was Neues und Zwingendes abgewinnen kann). Und um eventuellen Zweifler gleich von Anfang an reinen Wein einzuschenken, winkt man mit so dem Bandnamen quasi mit dem Scheunentor-Zaunpfahl: Desert Sun, ja nee, is klar, Wüstenrock natürlich! So klingt natürlich vieles nach QOTSA oder gar Kyuss, beispielsweise der Opener "Fortified" - da helfen auch die reingesampelten Sitarparts nix. Streckenweise treten sie das Gaspedal auch mal ordentlich durch, sympathisch das, Songtitel wie "Canneloni Ride" geben trotzdem Abzug. Auf satte 50 Minuten bringt es die Band, kann man gut hören, muss man aber nicht. Man kann auch einfach an den CD-Schrank - oder falls vorhanden das Plattenregal - gehen, "Sky Valley" oder "Songs For The Deaf" raus greifen und genüsslich die Vorlage hören. (3/7)
WESTZEIT
GET ADDICTED Mystische Sitarklänge umwabern den Zuhörer, bevor Desert Sun mit einem furztrocken produzierten Gitarrenbrett unmissverständlich klar machen, wo's lang geht: Der Name ist Programm, es gibt lupenreinen Wüsten-Rock, wie ihn einst Kyuss (R.I.P.) mit wunderschöner Wut zelebrierten. Und genau da liegt auch das einzige Problem, das ich mit "Comedown" habe. Die Produktion und der Gitarrensound sind teilweise so nah am Original der seligen kalifornischen Wüstensöhne, dass man das Wort "Homm(e)age" fast schon etwas überstrapazieren würde. Dennoch: Die Platte der Vier aus dem Frankenland (Gibt's da Wüsten?) sei allen Freunden des gepflegten Stoner-Rocks dringend ans Herz gelegt. Die Songs blasen mächtig fett aus den Boxen, man spart nicht an Riffgewittern, und dem geneigten Kiffer werden zudem allerhand schwurbelige Soundspielereien geboten. Nur der Gesang fällt etwas aus dem Rahmen, erinnert eher an The Cult als an den angekratzt-rauhen Stoner-Sound, aber das macht die Sache nicht unbedingt schlechter.
OX
PUREROCK Wenn Desert Sun sich daran machen, die legitime Nachfolge als Sons Of Kyuss antzutreten, ist das eine in jedem Sinne staubige Angelegenheit. Aber auch eine solide Genre-Platte. Bei einer Band, die sich Desert Sun nennt, eine stilistische Einordnung vorzunehmen, hieße, Eulen durch Kubikkilometer staubigen Wüstensands nach Athen zu tragen. Lassen wir das also und konstatieren gleich: Innovation oder Understatement sind nicht die Sache dieser Band. Aber was das Quartett aus Fürth auf seinem zweiten Album anpackt, hat, ungeachtet jeglicher Originalitätseinbußen, Hand und Fuß und, naja, Eier. Desert Sun leben Stoner-Stereotypen aus - man höre nur das pseudo-orientalische Sitar-Intro - und machen keinen Hehl aus ihren Vorbilder, den üblichen Verdächtigen: den Queens, Kyuss, Bloody Sabbath. Dazu hallt stimmlich Ian Astbury-Gedächtnisgesang durch die kahle Wüstenlandschaft. So lange das aber so mächtig Arsch tritt wie auf "Comedown", darf man sich freilich nicht beschweren. Da wäre zum Beispiel der verdammt coole "Canneloni Ride", bei dem mit einer ordentlichen Schippe Punk-Esprit das Gaspedal durchgedrückt wird - ein Brett, bei dem jeder Ton an der richtigen Stelle sitzt. Auch dem geschmeidigen Groove von "You Lose" kann man sich nur schwerlich entziehen. Allerdings gilt die Devise: Je direkter, desto besser. Die psychedelische Kiffer-Schlagseite steht den Franken weniger gut, ihre Stärken werden in frontalen Rocksongs ausgespielt. Und leider stehen neben den Highlights auch genug abgeschmackte Standards, die über solides Genre-Mittelmaß nicht hinauskommen. Auf Dauer ist "Comedown" zudem so eindimensional und -und tönig wie eine Stunde Bullriding am Stück. Desert Sun beschränken sich ganz klar darauf, als aufrichtige Wüstensöhne mit dicker Hose zu rocken, Staub aufzuwirbeln und melodisch zu singen. Und machten ihre Sache in diesem eng gesteckten Rahmen auch so gut und selbstbewusst, dass Genre-Freunde hier durchaus glücklich werden können. (6/10)
SCARRED FOR LIFE DESERT SUN beglücken uns mit einem Stoner Rock-Debüt erster Güte. Fühle ich mich in diesen Gefilden eigentlich sonst gar nicht zuhause, können mich die vier Jungs aus Franken komplett überzeugen. Ich reagiere auf diese Rotz´n´Roll-Schiene mit starken Seventies- oder Sabbath-Einflüssen und massivem Schellenkranz-Einsatz eigentlich reflexartig ablehnend, aber DESERT SUN erreichen genau das Gegenteil. Ich ziehe die Disc immer wieder raus und freue mich richtiggehend auf die dann folgenden 50 Minuten metallisch rollenden Rocks mit fetten Riffs, tief gestimmten Gitarren und stark melancholischem Einschlag. Zudem hasse ich Bands from outer space, bei deren Outputs auf Grund manisch überhöhten Konsums bewusstseinserweiternder Substanzen am Ende nur irgendwelche Rückkopplungsorgien oder sonstige einfallslose und für den nüchternen Hörer nicht nachvollziehbaren Geniestreiche" herauskommen. DESERT SUN machen genau das Gegenteil. Straighte Songs mit klaren Linien und melancholischen, in Moll gehaltenen Gitarrenmelodien füllen den Silberling. Die Songs bewegen sich genretypisch meist im Midtempobereich und richtig auf´s Gas wird eigentlich nie gedrückt, aber Langweile ist ein absolutes Fremdwort, ist doch die Instrumentalfraktion und das Songwriting über jeden Zweifel erhaben. Großen Anteil an der Qualität von Comedown" hat zudem definitiv der Sänger (konnte nirgends den Namen auftreiben), der völlig ungekünstelt, klar und gerade heraus aus den Boxen schallt. Eine Platte ohne Geschrei, ohne elektronische Stimmverfälschungen (außer minimal in You Lose"), ohne Falsett oder Hellröchel? DESERT SUN liefern das, und dann merkt man mal wieder, wie unglaublich wichtig ein Sänger ist, der diese Bezeichnung verdient hat, der ohne irgendwelche Mätzchen einfach gut singen kann und damit die Grundvoraussetzung für eine super Platte schafft. Comedown" wurde in den Tinitus Studios in Nürnberg produziert und der Sound lässt keine Wünsche offen. Fett, druckvoll und ohne übertrieben verzerrte Gitarren, was in diesem Genre ja nicht immer der Fall ist, setzt sich die Platte im CD-Player fest. DESERT SUN entstammen zwar den "wüsten" Landstrichen des Frankenlandes (ich entbiete metallische Grüße an meine Nachbarregion), aber diese vom Freistaat Bayern zwangsannektierte Gegend (da kennt sich jemand aus, sehr löblich! - Doc) zählt trotz Klimawandel ansonsten nicht eben zu den ariden Landstrichen dieses Globus. Aber der Bandname ist treffend gewählt, funktioniert doch Comedown" auf einer endlosen, staubigen Fahrt durch das australische Outback oder durch die Mojave-Wüste Nevadas, wo die Sonne gnadenlos vom Firmament hämmert, mit Sicherheit genauso gut wie hier im schönen Schwabenland, der lebenswertesten Region dieser unserer Republik (nochmals Grüße nach Franken). Jeder Stoner-Fan sollte die Platte haben und auch jeder, der mit diesem Genre sonst nichts anfangen kann, aber endlich mal ein richtig geniales Stück Eisen aus dieser Ecke besitzen möchte und einen Hang zur Melancholie besitzt. Anspieltipps: die hypnotischen Songs Once" oder Mud", das etwas schneller gehaltene The Line" oder eigentlich jeder andere Track speziell aus der zweiten Hälfte. Es ergeht folgender Befehl an die metallischen Heerscharen: anhören und kaufen!
BRIGHT EYES Aus dem Wust an Newcomern und alten wir wollens nochmal wissen"-Truppen kommt glücklicherweise dann und wann auch ein Scheibchen heraus, das einen vom ersten Ton an mitwippen lässt. Okay, hier ist es eher der zweite nach dem recht verzichtbaren Intro, aber dann dröhnt, wabert und groovt Fortified alles weg. Cooler Wüstenrock / Stoner-Sound im Stile straighter Kyuss oder nachvollziehbarer Queen Of The Stone Age. Die Titelangaben auf der CD und dem Coverinlay widersprechen sich zwar, aber egal wo der Laserabtaster reinpflügt, findet er kraftvolle, fett produzierte Rock-Mucke mit dem dezent dosierten fuzzy Sound. Mal ballert das Ganze flott los, dass man gerade in der Bass-Arbeit immer wieder leichte Motörhead-/Hawkwind-Einflüsse heraus hört, der Klampfer hat auf jeden Fall auf Kyuss studiert. Gutgut, man darf hier keine Innovation erwarten, gegen Ende tönts auch a bissle gleichförmig, aber Come Down" ROCKT, wie es die erwähnten Truppen oder auch ein Herr G. Danzig (an den Track 7 erinnert) schon lange nicht mehr schaffen. Ich finde DESERT SUN irgendwie cool und die fett groovenden Nummern machen Laune, fehlende Originalität hin oder her. 10 von 13 Augen
MUSIC DISCOVERY Das erste was mir bei dieser CD in den Kopf geschossen kam bei dieser Band, ist der Bandname Queens of the Stoneage. Man nehme Kyuss Gitarren, einen Sänger und Gitarrenriff ala Queens of the Stoneage. Dazu noch eine Brise orientalisch angehauchte Effekte und fertig ist eine Mischung, die einmal innovativ und unverbraucht daherkommt und vor allem grooved wie Sau. Sie haben nicht ganz diesen extremen Stonertouch wie Kyuss, wirken dadurch aber etwas leichter und leichtverdaulicher. This is not only pure Rock n Roll, this is Stoner Rock! Kann man weiterempfehlen... (9/10)
TINNITUS Das Debut aus der Frther Wste rockt ordentlich. Und zwar genau so, wie man es vermutet. Stoner- wstenrock mit den fettesten Gitarren, wo gibt. Perfekte Produktion trifft auf ausgefallenen, halligen Gesang, dazu viel Gitarrengefrickel zum mitkiffen. Geht schon so gut ab, dass ich mich nicht wundern wrde, diese Band bald im Line-Up vom ROCK AM RING zu entdecken, bzw. auf MTV zu sehen. Circa 10 Lieder, dazu Intro und Outro, die man durchaus mit KYUSS vergleichen kann. Der brachiale Sound wird mit massig Samples untermalt. Wer auf Stoner- Rock steht, wird hiermit bestens bedient sein! (August07/Rockn`Ralf)
RAMTATTA/PUNKSTELLE Bei DECIBELL und RADAR
erscheint am 12.7.2007 eine neue Scheibe, die euch
USELESS Das Debut aus der Fürther Wüste rockt ordentlich. Und zwar genau so, wie man es vermutet. Stoner- wüstenrock mit den fettesten Gitarren, wo gibt. Perfekte Produktion trifft auf ausgefallenen, halligen Gesang, dazu viel Gitarrengefrickel zum mitkiffen. Geht schon so gut ab, dass ich mich nicht wundern würde, diese Band bald im Line-Up vom ROCK AM RING zu entdecken, bzw. auf MTV zu sehen. Circa 10 Lieder, dazu Intro und Outro, die man durchaus mit KYUSS vergleichen kann. Der brachiale Sound wird mit massig Samples untermalt. Wer auf Stoner- Rock steht, wird hiermit bestens bedient sein!
PANDAIMONIX Der Bandname machts ja schon überdeutlich: Stoner Rock der ganz klassischen Sorte gibts auf "Come down" zu hören. Desert Sun machen erst gar keinen Hehl aus ihren Vorlieben und zitieren munter Kyuss, Queen Of The Stone Age oder auch ein wenig Alice In Chains und hin und wieder sogar den guten Danzig. Dementsprechend dominieren tiefe, breite Gitarrenwälle, relativ simples Riffing und Drumming, sowie der leicht neben sich stehende, angekiffte Gesang. Hört sich durch die Bank weg ganz schön fett an und wird unter anderem durch die Hinzunahme genrefremder Instrumente wie zum Beispiel einer Sitar angenehm aufgelockert. "Come down" besticht durch den voluminösen Sound, der sich hervorragend der Mucke anpasst. Die musikalischen Fähigkeiten der Bandmember sind ebenfalls nicht zu beanstanden. Einzig das Ausbleiben mehrerer hervorstechender Songs vom Schlage des Finishers "Comedown" verhindern eine höhere Bewertung der Scheibe. So müssen sich Desert Sun mit 7,5 Punkten und einer Empfehlung zum Reinhören an potentielle Käufer begnügen. (7,5/10) |